Neue Impulse auf dem Schweizer Baumarkt

Im Schweizer Baumarkt wird weiter gebaut.

Nachdem im letzten Jahr die Tätigkeiten auf dem Schweizer Baumarkt zwischenzeitlich etwas nachgelassen haben, zeigt sich nun wieder etwas mehr Schwung. Basierend auf den Baugesuchen und Baubewilligungen kann davon ausgegangen werden, dass die Investitionsvolumen im Schweizer Baumarkt wieder zulegen werden. Dabei handelt es sich einerseits um Aufholeffekte, die sich daraus ergeben, dass sich die Bearbeitung von Baugesuchen während Teilen des letzten Jahres verzögert haben. Andererseits zeigt das derzeit geplante Investitionsvolumen, dass sich die anfängliche Zurückhaltung der Projektentwickler im Zusammenhang mit der Corona-Krise gelegt hat.



Schweizer Baumarkt: Mietwohnungsbau bleibt Stütze

Weiter vorangetrieben wird vor allem der Bau von Mietwohnungen, denn Investments in Rendite­objekte bleiben wegen des anhaltenden Anlagedrucks äusserst begehrt – zumal sich gezeigt hat, dass die Leerstandszahlen im Mietwohnungsmarkt zuletzt nur schwach gestiegen sind und nur wenige Neubauwohnungen unbewohnt bleiben. Auch das Investitionsvolumen in neue Wohneigentumsobjekte zeigt laut neusten Entwicklungen leicht steigende Tendenzen im Vergleich zum letzten Jahr. Eine eher abwartende Haltung scheint sich dagegen bezüglich Renovationen und Umbauarbeiten eingestellt zu haben. Deren Projektierung war jüngst rückläufig.

Dabei nimmt die Wohnersatzneubauquote weiter zu – und das vor allem dort, wo sich die Neubauaktivitäten intensivieren. In den fünf Schweizer Grossstädten (Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich) werden mittlerweile bei mehr als der Hälfte aller Projekte zuerst Wohnungen abgebrochen, bevor die neuen erstellt werden können. Und da gerade in diesen Städten von jeher dicht gebaut wurde, sind die Ausnützungsreserven gering. Dementsprechend ist der Nettozuwachs an Wohnungen deutlich geringer, als es die Neubautätigkeit suggeriert. In den kleineren Zentren und in den Agglomerationsgemeinden machen die Wohnersatzneubauprojekte im Mietwohnungssegment mittlerweile ebenfalls über 30 Prozent aus.



Weitere Analysen zum Schweizer Baumarkt: Immo-Monitoring 2021, Frühlingsausgabe

Detaillierte Angaben zu den Entwicklungen auf dem Schweizer Baumarkt finden Sie im «Immo-Monitoring», das am 20. April 2021 erscheint. Darin enthalten Sie unter anderem neue Prognosen sowie differenzierte Analysen zu den regionalen Entwicklungen.

 


Autoren

Anita Göckel

Managerin bei Wüest Partner (Mitarbeiterin seit 2007); MSc Business Economics

anita.goeckel@wuestpartner.com

Robert Weinert

Leiter Immo-Monitoring und Director bei Wüest Partner (Mitarbeiter seit 2010); Dr. oec. (HSG); Schwerpunkte und Tätigkeitsgebiete: Markt und Research, Leiter der Publikation «Immo-Monitoring», Immobilienmarktforschung und -beobachtung, angebots- und nachfrageseitige Prognosen, Daten- und Informationsmanagement, Strategieberatung

robert.weinert@wuestpartner.com

Überblick über alle Autoren des Wüest-Partner-Blogs.


 

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